Konzept

Alle Eltern sollen erreicht werden

Bei jeder Einwanderungsgruppe, so auch bei Eltern mit türkischem Migrationshintergrund, ist beim Thema Bildung die Schwierigkeit von Kontakten mit Bildungseinrichtungen ein Thema: Oft gelingt es der Schule und anderen pädagogischen Einrichtungen nicht, Migrationseltern zu erreichen und noch weniger sie in das Schulleben einzubeziehen. Gleichzeitig klagen viele Eltern über mangelnde Resonanz, die sie von Seiten der Schule erfahren und erleben. Eine Lösung stellt eine interkulturelle Elternarbeit dar, die Eltern animiert, sich der Schule zu nähern und sich im Schulkontext einzubringen. Auch die Schule und das dort tätige Personal öffnet sich so für die Belange der Eltern und der Familien.

Hierfür sind zwei Möglichkeiten denkbar. Die erste richtet sich auf die Verbesserung der Formen und Inhalte der Zusammenarbeit auf der Grundlage einer Auflistung bisheriger Mängel und Schwierigkeiten. Eine weitere Möglichkeit ist das Erreichen der Familien über die Migrantenorganisationen. Der VIKZ pflegt enge Kontakte zu muslimischen Eltern. Das Projekt ermöglicht die Zusammenarbeit zur Verbesserung der Bildung der Kinder zu verstärken.

Die Zusammenarbeit mit Migrationseltern im Projekt PARTIMO erfolgt nach folgenden Grundsätzen:

  • Sie knüpft an den Potentialen an, über die Migrationseltern im Hinblick auf Sozialisation und Erziehung ihrer Kinder verfügen. Sie vermittelt, dass sie der ihr zugewiesenen Aufgabe, den Kindern in der Auseinandersetzung mit der deutschen Gesellschaft und bei der Integration in diese zu helfen, gerecht werden können. Auch wird den Eltern vermittelt, dass sie in der Lage sind, ihre Kinder auch praktisch zu unterstützen.
  • Den Eltern werden die Kompetenzen und besonderen Fähigkeiten ihrer Kinder aufgrund ihrer Bilingualität und Bikulturalität vermittelt: Die Fähigkeit des Umgangs mit mindestens zwei Sprachen; die Fertigkeit, zwischen zwei oder mehr Kulturen zu vermitteln und auch interkulturelle Kompetenzen.
  • Migrationseltern wurden im Hinblick auf ihre Sozialisationskapazität und auf die Förderung der Potentiale ihrer Kinder unterstützt und in ihren Kompetenzen für eine interkulturelle Erziehung gestärkt.

Diese Ziele wurden in einem Elternseminar, einem Müttercafé und in einem (geplanten) Vätergespräch eingebracht, um hieraus Schlüsse und Ergebnisse für die für die weitere Zusammenarbeit zu ermitteln.